American Night

Julian Rosefeldt gehört heute zu den bildmächtigsten Künstlern an der Schnittstelle zwischen narrativem Film und komplexer Filminstallation. Seine suggestiven Bildwelten behandeln seit Ende der 90er Jahre – mit deutlichen Anspielungen auf die barocken Traditionen des 'theatrum mundi' – das (kinematographische) Spiel mit Schein und Sein und das Leben in ewiger Wiederholung. Auf einer weiteren Ebene spielen fast alle Arbeiten Rosefeldts mit der Idee des Tableau Vivant und seiner lebhaften Bewegungslosigkeit.

In der opulenten 5-Kanal-Filminstallation American Night (2009) reflektiert Rosefeldt zum einen das Genre des Westerns, mit seinen mittlerweile tradierten Motiven, und entlarvt dabei zugleich die filmische Logik seiner Szenen, indem er auch einen Blick hinter die Kulissen, auf das Set und den Produktionsprozess gewährt.

Neben Texten von Stephan Berg, Lorenzo Giusti und Arabella Natalini enthält diese digitale Publikation auch Ausschnitte aus der Filminstallation American Night von Julian Rosefeldt, sowie Ausschnitte der Dokumentation Amerikanische Nacht, Julian Rosefeldt von Heinz-Peter Schwerfel. Darüber hinaus bietet das E-book interactive Widgets, Bildgalerien, Audio und einen umfangreichen Einblick in die Notizen und Referenzen des Künstlers.

American Night ist auch als gedrucktes Buch erhältlich.


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